Auf die Plätze, fertig – Stopp? SEPA dreht eine Extrarunde

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Das SEPA-Zahlverfahren soll dafür sorgen, dass Überweisungen und Lastschriften künftig nach einem einheitlichen Verfahren ablaufen – mit Kontonummern, die in ganz Europa nach dem gleichen Muster aufgebaut sind, auch wenn das für Deutschland bedeutet, dass die Nummer 22 Stellen haben wird. Eigentlich sollten die neuen Vorgaben zum SEPA-Zahlverfahren am 1.2.2014 europaweit einheitlich in Kraft treten.

Nun sorgt eine Mitteilung der EU-Kommission für Aufruhr: die Kommission will den Startschuss für die einheitliche Umstellung auf das SEPA-Zahlsystem um sechs Monate auf den 1.8.2014 verschieben.

Was bedeuten die Pläne der EU-Kommission für Unternehmen?

Für die Unternehmen, die die SEPA-Migration bereits erfolgreich abgeschlossen haben, bleibt der heutige Vorschlag der EU-Kommission jedenfalls ohne Auswirkungen. Denn das SEPA-Zahlverfahren kann schon jetzt uneingeschränkt verwendet werden. Daran ändert sich nach heutigem Stand auch bei einer möglichen neuen Übergangsfrist bis zum 1.8.2014 nichts.

Unternehmen, die den Übergang zum SEPA-Verfahren noch nicht vollständig abgeschlossen haben, hätten nach dem Vorschlag der EU-Kommission länger Zeit, die Umsetzungsprozesse abzuschließen. Gewerbekunden, die beim inländischen Zahlungsverkehr ab dem 1.2.2014 an sich zwingend die IBAN verwenden müssten, können nun ihre Zahlungsgeschäfte voraussichtlich bis zum 1.8.2014 weiterhin wie gewohnt abwickeln. Verbraucher können dagegen ohnehin noch bis zum 1.2.2016 unter Nutzung ihrer bisherigen Kontonummern und Bankleitzahlen am Zahlungsverkehr teilnehmen, sodass insoweit alles beim Alten bleibt.

Was sieht der Vorschlag der EU-Kommission genau vor?

Die EU-Kommission schlägt vor, die europäische SEPA-Verordnung zu ändern, die für den Zeitpunkt der Umstellung maßgeblich ist. Der Grund: Aus ihrer Sicht sind die Fortschritte bei der Umsetzung des SEPA-Systems im europäischen Raum unzureichend ...

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