Probleme bei der fiktiven Abrechnung im Haftpflichtschadenfall bezüglich der Farbtonangleichung (Beilackierung)

bIn Kostenvoranschlägen oder Haftpflichtschadengutachten werden sehr oft Kosten für die sogenannte Farbtonangleichung von angrenzenden Karosserieteilen ausgewiesen.

Farbtonunterschiede?

Extrembeispiel!

Farbtonangleichung: warum?

Farbe entsteht im Kopf, ausgelöst durch Reize der lichtempfindlichen Zellen der Netzhaut. Da das individuelle Sehvermögen der Menschen von einander abweicht, kommt es zu unterschiedlichen Wahrnehmungen. Verschiedene Personen nehmen deshalb Farbe geringfügig anders war. Farbtonunterschiede werden somit überhaupt nicht, bzw. mehr oder weniger wahrgenommen. Bei einer Unfallreparatur mit zur Lackierung vorgesehener Karosserieteile können unter bestimmten Bedingungen sichtbare Farb- und Effektabweichungen zwischen bestehenden und erneuerten Lackflächen auch mit modernster Technik und optimalen Reparaturverfahren nicht ausgeschlossen werden. Nach den „Richtlinien zur Beurteilung von Farbübereinstimmungen und Farbabweichungen“ (BFS-Merkblatt) ist Farbgleichheit bei Reparaturen der Lackierung (Nachlackierung, Ausbesserung) nicht realisierbar. Somit sind bei intensivsten Bemühungen des Lackierfachmanns zur Farbtonbestimmung, Nachnuancierung und Musterblecherstellung Farbtonunterschiede bei den unterschiedlichsten Lichteinflüssen ohne Beilackierung nicht zu verhindern. Reparaturlackformeln sind darüber hinaus stets Kompromisslösungen. Durch die Beilackierung können Farbtonunterschiede optisch kaschiert werden, da fließende Übergänge geschaffen werden. Insbesondere bei erneuerten Karosserieteilen kann nur in den seltensten Fällen auf eine Einlackierung in die angrenzenden Flächen verzichtet werden. Erschwerend kommt hinzu, dass bereits in der Erstlackierung innerhalb eines Farbtones aufgrund der verschiedenen Produktionsstandorte unterschiedliche Nuancen auf den Markt gebracht werden ...

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