Einkommensteuer: Widerruf eines Wechsel der Gewinnermittlungsart vor bestandskräftiger Steuerfestsetzung

Durch das Einreichen eines (nachträglich erstellten) Jahresabschlusses i.S. des § 4 Abs. 1 EStG kann ein zuvor erklärter Wechsel der Gewinnermittlungsart vom Betriebsvermögensvergleich zur Einnahmen-Überschussrechnung wirksam widerrufen werden. Hierin liegt kein erneuter Wechsel der Gewinnermittlungsart, wenn dadurch lediglich die im vorangegangenen Wirtschaftsjahr angewandte Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 1 EStG fortgeführt wird (FG Niedersachsen 16.10.13, 9 K 124/12, Rev. BFH IV R 39/13). Umstritten war, ob der Gewinn des Klägers aus seinem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb für das Wirtschaftsjahr 2007/2008 zulässigerweise nach § 4 Abs. 1 EStG ermittelt wurde und im Rahmen der Gewinnermittlung eine Teilwertabschreibung für Grund und Boden vorgenommen werden konnte. Bis einschließlich 2006/2007 hatte der Kläger bilanziert. Der Gewinnermittlung für das Streitjahr jedoch hatte er erstmalig eine Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG für das Wirtschaftsjahr 2007/2008 beigefügt. Im Einspruchsverfahren vertrat das FA die Auffassung, dass die Teilwertabschreibung darin nicht in Betracht komme, weil eine Teilwertabschreibung in einer EÜR nicht zulässig sei ...Zum vollständigen Artikel


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