Nach drei Abmahnungen folgt die Kündigung?!

Bevor ein Arbeitgeber eine verhaltensbedingte Kündigung aussprechen kann, hat er dem Arbeitnehmer in der Regel mindestens eine mündliche oder schriftliche Abmahnung zu erteilen.

In welchen Fällen darf der Arbeitgeber überhaupt eine Abmahnung aussprechen?

Verstößt ein Arbeitnehmer gegen Vorschriften aus dem Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarungen, Tarifverträgen oder gegen gesetzliche Bestimmungen darf der Arbeitgeber den Arbeitnehmer durch die Abmahnung zur Einhaltung seiner Pflichten anhalten.

Eine Abmahnung muss folgende Funktionen erfüllen:

Rügefunktion: Genaue und ausführliche Beschreibung des Fehlverhaltens des Arbeitnehmers (wer, was, wann, wo, wie usw.)

Warnfunktion: Androhung arbeitsrechtlicher Konsequenzen im Wiederholungsfall (z. B. ordentliche bzw. fristlose Kündigung)

Fehlt die Rüge- oder Warnfunktion, dann ist die Abmahnung unwirksam.

Reaktionsmöglichkeiten durch den Mitarbeiter

Widerspruchslose Hinnahme der Abmahnung: Dies bedeutet kein Einverständnis mit dem vorgeworfenen Verhalten. Bei einer späteren Kündigung muss der Arbeitgeber in einem Kündigungsschutzprozess auch nachweisen, dass die Abmahnung berechtigt war ...

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