Französisches Arbeitsrecht: Die Muttergesellschaft ist nicht ohne weiteres Mit-Arbeitgeberin mit ihrer Tochtergesellschaft

Die französischen Richter haben erneut das Konzept der „Mitbeschäftigung“ (co-emploi) im französischen Arbeitsrecht in einem Urteil erwähnt.

Wir haben bereits in einem vorherigen Artikel von diesem neuen Trend in der Rechtsprechung über das Arbeitsrecht in Frankreich berichtet.

In einer Angelegenheit, die dem Kassationshof („Cour de cassation“) vorlegt wurde, hatten 51 Arbeitnehmer ein Eilverfahren vor dem französischen Arbeitsgericht eingeleitet, um die Zahlung der Löhne und eine Vorauszahlung von Schadenersatz gesamtschuldnerisch durch den Arbeitgeber und die Muttergesellschaft des Arbeitgebers zu erhalten.

In erster Instanz wurde lediglich der Arbeitgeber verurteilt. Die Muttergesellschaft wurde nicht verurteilt, da es nach Ansicht des Arbeitsgerichts nicht bewiesen sei, dass die Muttergesellschaft „Mit-Arbeitgeberin“ („co-employeur“) war und in jedem Fall die Mit-Beschäftigung ernsthaft bestritten werden konnte.

Das Berufungsgericht hat diese Entscheidung aufgehoben. Es hat festgestellt, dass der Arbeitgeber die 100%-ige Tochtergesellschaft der Muttergesellschaft war, die Produkte der Tochtergesellschaft ausschließlich von der Muttergesellschaft vertrieben wurden und dass die Nicht-Zahlung der ausstehenden Löhne somit eine rechtswidrige Handlung darstellte.

Das Berufungsgericht war daher der Meinung, dass die Muttergesellschaft hätte eingreifen müssen, um diese rechtswidrige Handlung einzustellen ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK