“Ein Objekt, das eine sehr starke Sprache spricht”

Nun wird darüber gesprochen, ob es ausgestellt werden soll.

“Ein Objekt, das eine sehr starke Sprache spricht”…..nennt es ein Mitarbeiter des Bayerischen Nationalmuseums hier.

Es lagerte seit 40 Jahren unbeachtet im Depot des Bayerischen Nationalmuseums, wo es nun entdeckt worden sei. Wieder entdeckt. Nach dem Krieg war das Fallbeil mit anderen bayerischen Hinrichtungsapparaten zuerst nach Straubing gebracht worden, danach in die JVA Regensburg. Lange hatte es geheissen, es sei bei Straubing in die Donau geworfen worden. Großangelegte Suchaktionen blieben aber erfolglos.

1974 kam das Stück dann offenbar irgendwie in das Depot des Bayerischen Nationalmuseums in München, zu dem drei Holzböcke, auf denen die Todeskandidaten festgeschnallt oder festgehalten wurden gehörten, mehrere Schiebebretter mit Halsausschnitt, der eiserne senkrechte Rahmen für das Fallbeil, zwei Kästen mit Messern, einige Auffangsäcke und ein kleiner Sarg.

Dass es sich tatsächlich um die Stadelheimer Guillotine handelt, ergibt sich aus der Tatsache, dass der letzte bayerische Henker, Johann Reichart, diese Guillotine als einzige umgebaut hat: Er montierte das Kippbrett ab, um so den zum Tode Verurteilten und sich selbst die Zeit der Hinrichtung zu verkürzen. So mussten die Todeskandidaten nicht mehr festgeschnallt werden, sie wurden nur durch Gehilfen auf dem Bock festhalten.

Zusätzlich könnten auch heute und selbst 70 Jahre nach dem Tod der Mitglieder der Weissen Rose, die dort hingerichtet wurden, DNA-Tests dies nachweisen. Die Geschwister Scholl, der aus Murnau stammende Christoph Probst, Willi Graf, Alexander Schmorell und Kurt Huber fanden dort ihren Tod.

DNA-Untersuchungen am Fußboden einer Stadelheimer Gefängniszelle haben schon belegt, dass der SA-Führer Ernst Röhm 1934 dort erschossen worden war ...

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