Die Marken von Wishbone Ash – Rock ’n’ Roll um eine Gemeinschaftsmarke

„Liebe Unternehmensgründer und Kreative, trefft frühzeitig eine Vereinbarung zur Nutzung eurer Markenrechte, sonst bekommt ihr später Probleme!“ IP-Anwälte, die ihre Umwelt nicht mit dieser überstrapazierten, gern mit erhobenem Zeigefinger geäußerten Mahnung nerven möchten, schildern lieber die Schwierigkeiten bei nachträglichen Markenanmeldungen am praktischen Beispiel.

Hierfür bietet sich ein kürzlich vom Londoner High Court of Justice entschiedener Fall an. Ein Rätsel, an dem Sherlock Holmes seine Freude gehabt hätte: Selbst für ihn wäre die Frage, wem die Markenrechte an der Bezeichnung „Wishbone Ash“ zustehen, wohl eine Herausforderung gewesen. Doch lesen Sie selbst…

Die britische Rockband „Wishbone Ash“ wurde 1969 gegründet. Gründungsmitglieder waren Andrew Powell, Martin Robert Turner, Steve Upton und David „Ted“ Turner. Schnell wurde die Band erfolgreich. (Ob wohl auch eine Band mit dem deutschen Namen „Schlüsselbeinasche“ ebenso leicht hätte Erfolg haben können?) Im Hinblick auf die Rechte an dem Namen „Wishbone Ash“ traf die Band weder schriftlich noch mündlich eine Vereinbarung.

Ein großes Kommen und Gehen

Ungeachtet des großen Erfolgs verließen die Bandmitglieder der ersten Stunde nach und nach „Wishbone Ash“. Zwar kam es in der Folge zu mehreren Wiedervereinigungen der Band und gemeinsamen Projekten. Diese Projekte wurden allerdings stets auch mit „hired hands“ (also Musikern, die auf einer Honorarbasis für die Band tätig waren) bestritten. Schließlich war aber Andrew Powell ab dem 1. Januar 1994 „the last man standing“ von „Wishbone Ash“. Bis heute ist er mit seiner Band unter diesem Namen aktiv.

Nach 1994 agierte Martin Robert Turner immer einmal wieder als „hired hand“ für „Wishbone Ash“ ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK