BaFin veröffentlicht Neufassung der MaComp

In dieser Woche hat die BaFin eine Neufassung des Rundschreibens MaComp 4/2010 (WA) veröffentlicht. Die MaComp fasst sämtliche Veröffentlichungen zu den Wohlverhaltensregeln der §§ 31 ff. Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zusammen.

Eingefügt wurde ein neues Modul BT 8. Dieses enthält Vorgaben zur Vergütung in Wertpapierdienstleistungsunternehmen. Ziel dieser Vorgaben ist es, Vergütungen zu unterbinden, die Anreize setzen, nicht im Kundeninteresse zu handeln oder die Wohlverhaltensregelungen der §§ 31 ff. WpHG zu missachten. Die Vorgaben gelten ergänzend neben den bereits im Kreditwesengesetz (KWG) sowie der Institutsvergütungsverordnung (InstitustsVergV) niedergelegten Regelungen. Infolge der neuen Regelungen haben sich auch einige Änderungen im AT und BT 1 der MaComp ergeben.

Die Anwendungsbereich der neuen Vorgaben ist recht weit gefasst. Erfasst werden nach BT 8.1 Nr. 2 alle Personen

„die die erbrachten Wertpapierdienstleistungen, Wertpapiernebendienstleistungen oder das Verhalten des Wertpapierdienstleistungsunternehmens maßgeblich beeinflussen können, einschließlich der Personen, die als Mitarbeiter im Bereich Vertrieb mit Kundenkontakt (z.B. Anlageberater), als Außendienstmitarbeiter oder vertraglich gebundener Vermittler oder als sonstige Mitarbeiter an der Erbringung von Wertpapier- oder Nebendienstleistungen beteiligt sind und deren Vergütung unangemessene Anreize bieten kann, nicht im Interesse des Kunden zu handeln. Weiterhin gehören hierzu auch alle weiteren Personen, die Vertriebsmitarbeiter kontrollieren (z. B. Vorgesetzte oder Vertriebsbeauftragte) und die Druck auf die Vertriebsmitarbeiter ausüben können sowie Finanzanalysten, deren Analysen Vertriebsmitarbeiter dazu nutzen können, Kunden zu Anlageentscheidungen zu veranlassen.“

Detailliert geregelt werden in BT 8 ...

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