Steueroptimierte Unternehmensübertragung

Die Übertragung des eigenen Unternehmens an die nächste Generation ist oftmals eine gute Sache und wird dem Unternehmensverkauf an Externe häufig vorgezogen (auch wenn die Nachfolge innerhalb der Famile nicht immer für alle Beteiligten auch die beste Lösung ist). Leider gibt es aber auch dabei ein paar Fußangeln, wenn das ganze möglichst steueroptimal erfolgen soll. Ein gutes Beispiel dafür ist das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 2. August 2012 · Az. IV R 41/11. Der Fall: F gehört eine Spedition, die in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG betrieben wird – ihm gehören alle Anteile an der GmbH und er hält auch die Kommanditeinlage. Außerdem gehört ihm das Betriebsgrundstück, das er an seine GmbH & Co. KG verpachtet hat. Nun hat F im Wege der vorweggenommenen Erbfolge die Anteile an der KG und der GmbH auf seine Tochter Z übertragen, die zunächst 20% treuhänderisch für ihren Vater halten sollte. Das Grundstück hat er behalten und zum Buchwert auf eine neu gegründete Immobilien-KG übertragen, die das Grundstück weiter an die Spedition verpachtet hatte. Gleichzeitig mit der Übertragung des Grundstücks auf die Immobilien-KG endete das Treuhandverhältnis für die Gesellschaftsanteile. Eine Außenprüfung bei der Spedition kam ein paar Jahre später zum Ergebnis, dass der Ansatz des an Z übertragenen Kommanditanteils nicht zum Buchwert habe erfolgen dürfen, weil das als Sonderbetriebsvermögen des F bei der Klägerin bilanzierte Grundstücks nicht an Z mitübertragen, sondern zum Buchwert in das Betriebsvermögen der Immobilien-KG übertragen worden sei. Im Klartext: die die Differenz zwischen Buchwert und Marktpreis hätte versteuert werden müssen. Die gegen den entsprechenden Bescheid erhobene Klage hat das Finanzgericht abgewiesen; der Bundesfinanzhof hat ihr im Hinblick auf die hier relevente Frage stattgegeben ...Zum vollständigen Artikel


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