NSU: Braucht der Anwalt einen Anwalt?

Rechtsanwalt Stefan Hachmeister (Archiv)

Stefan Hachmeister, Verteidiger des Angeklagten Holger G., fehlte heute beim NSU-Prozess. Doch ihm dürften im Laufe des Tages ordentlich die Ohren geklingelt haben, denn sein Name fiel häufig in der Hauptverhandlung: Intensiv erkundigten sich der Vorsitzende Richter Manfred Götzl, Oberstaatsanwalt b BGH Jochen Weingarten und Nebenklägeranwälte beim heutigen Zeugen Alexander S., welche Ratschläge und Auskünfte Hachmeister dem Zeugen im laufenden Ermittlunsgverfahren gegeben haben soll. Glaubt man dem Zeugen Alexander S., hat Hachmeister ihm im Frühjahr 2012 brisante Auskünfte und Rechtsberatung gegeben – obwohl (oder gar weil) er bereits der Verteidiger von Holger G. war. Sollte es so gewesen sein, drohen Hachmeister standesrechtliche Probleme – und sogar ein Strafverfahren (eine gute Erläuterung der Rechtslage gibt es bei der Münchner Anwaltskammer). Was genau war geschehen? Seit dem Morgen läuft die zähe Vernehmung des 33jährigen Groß- und Einzelhandelskaufmanns Alexander S., dessen Frau Holger G ihre Krankenkassenkarte für wohl 300 Euro überlassen haben soll ...

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