Geballte Kompetenz

Ich verteidige eine inhaftierte Mandantin als Pflichtverteidiger in einer Betäubungsmittelsache. Es geht um Einfuhr in nicht geringer Menge in vielen Fällen. Die Mindeststrafe beträgt dafür 2 Jahre pro Fall. Ich vertrete die Mandantin seit einigen Monaten, sie hat sich bereits umfangreich eingelassen und Aufklärungshilfe geleistet. Die Weichen für eine möglichst milde Bestrafung sind gestellt. Aus diesem Grund wurde auch nur ein Hauptverhandlungstag angesetzt.

Vor ein paar Tagen rief mich ein mir unbekannter Kollege an und erklärte mir, der Ehemann meiner Mandantin säße gerade bei ihm und habe ihn mit der Verteidigung meiner Mandantin beauftragt. Sie würden gerade über das Honorar verhandeln. Ob ich ihm nicht mal schnell sagen könne, um was es gehe und wie umfangreich die Sache sei, da ja demnächst schon der Termin anstehe.

Ich habe den Kollegen dann höflich auf meine Schweigepflicht hingewiesen ...

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