EU Datenschutzreform: Streiche Namen, setze Pseudonym und schon ist die Datenverarbeitung zulässig - oder etwa doch nicht?

Derzeit ist in Brüssel und anderswo unter den Datenschützern eine Diskussion im Gange, ob ein Unternehmen einfach persönliche Daten Rahmen der neuen Vorschriften der Datenschutz-GVO peudonymisieren darf, um sie dann ohne Zustimmung zu nutzen (Beispiel: Ersatz des Vollnamens durch "Mr. X" in einem Datensatz). Vgl. § 3 Abs. 6a i.V. m. §3a BDSG: Pseudonymisieren aus Gründen der Datenvermeidung und Datensparsamkeit.

Neelie Kroes, EU-Kommissarin zuständig für die Digitale Agenda, sagte kürzlich, dass die Unternehmen urchaus in der Lage sein müssten, pseudonymisierte Daten ohne Zustimmung verarbeiten zu können, sofern sie ihr „berechtigtes Interesse“ nachweisen könnten.

Zitat: "Manchmal bedeutet eine Voll-Anonymisierung, dass das Unternehmen wichtige Informationen verliert und die die Verbindungen zwischen Daten nicht mehr herstellen kann [...] Das könnte den Unterschied zwischen Fortschritt oder Lähmung darstellen, unter Verwendung von Pseudonymen große Mengen von Daten zu analysieren: […] zum Beispiel , dass Menschen mit genetischen Muster X auch gut auf die Therapie Y geeignet sind. So ist es verständlich, dass das Europäische Parlament eine flexiblere Datenschutzregelung für diese Art von Daten vorgeschlagen hat ...

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