Akademischer Grad und Erstes juristisches Staatsexamen

Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ist nicht zum Erlass einer Satzung verpflichtet, die Absolventen der Ersten juristischen Prüfung dazu berechtigt, einen akademischen Titel zu führen. Das Verwaltungsgericht Freiburg wies nun Klagen zweier ehemaliger Studierender, die inzwischen den juristischen Vorbereitungsdienst absolvieren, ab:

Die Kläger machten geltend, 37 von 40 juristischen Fakultäten hätten Empfehlungen des Wissenschaftsrates sowie der Justizministerkonferenz umgesetzt und einen akademischen Abschlussgrad für ihre Jurastudierenden eingeführt. Damit liege nicht nur eine Benachteiligung gegenüber Konkurrenten aus anderen Staaten, sondern auch gegenüber praktisch allen anderen deutschen Jurastudierenden vor, deren Universitäten entsprechende Satzungen erlassen hätten. Das Zeugnis der Ersten juristischen Prüfung, das dazu berechtige, die Bezeichnung „Referendar” zu führen, genüge in Zeiten einer zunehmenden Internationalisierung des akademischen Arbeitsmarktes nicht (mehr), da sich Juristen nicht mehr nur auf klassische Juristenberufe und auch nicht ausschließlich auf Stellen bewerben würden, bei denen die verantwortlichen Personen mit dem deutschen Ausbildungssystem vertraut seien und um die Gleichwertigkeit eines ersten juristischen Examens mit einem universitären Abschluss etwa im Grad des Masters oder Diploms wüssten.

Das Verwaltungsgericht Freiburg folgte dieser Argumentation jedoch nicht:

Dass die beklagte Albert-Ludwigs-Universität, anders als die meisten anderen Hochschulen, keinen akademischen Grad nach Ablegen der Ersten juristischen Prüfung verleihe, verletze nicht den allgemeinen Gleichheitssatz des Grundgesetzes, weil dieser die Träger öffentlicher Gewalt allein in ihrem konkreten Zuständigkeitsbereich binde ...

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