Die Nichtnominierung für den Olympia-Kader

Der Dreispringer Friedek hat keinen Anspruch auf Schadenersatz gegen den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), weil dieser ihn nicht für die olympischen Spiele in Peking 2008 nominierte. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main wies jetzt eine entsprechende Klage Friedeks ab und änderte damit ein vorausgehendes stattgebendes Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main.

Der Kläger Friedek ist seit 1997 professioneller Leichtathlet im Dreisprung. Der für die Nominierung deutscher Sportler für Olympische Spiele ausschließlich zuständige DOSB lehnte im Juli 2008 eine Nominierung des Klägers mit der Begründung ab, dieser habe die Nominierungsrichtlinien nicht erfüllt. Hiernach sei Voraussetzung, dass ein Athlet auf zwei unterschiedlichen Wettbewerben mindestens jeweils 17 m springen müsse. Dies habe der Kläger im Nominierungszeitraum nicht erfüllt.

Der Versuch des Klägers, seine Nominierung im Wege einstweiligen Rechtsschutzes rechtzeitig vor Beginn der Pekinger Spiele zu erreichen, hatte keinen Erfolg. Seine Beschwerde gegen die Versagung einer einstweiligen Verfügung durch das Landgericht wies das Oberlandesgericht Frankfurt am Main im Juli 2008 zurück. Durch Schiedsspruch vom 17.12.2009 wurde festgestellt, dass der Deutsche Leichtathletikverband verpflichtet gewesen sei, den Kläger gegenüber dem Deutschen Sportbund für die Olympiade 2008 zur Nominierung vorzuschlagen. Mit der vorliegenden Klage verlangte Friedek daraufhin vom Deutschen Olympischen Sportbund Schadenersatz in Höhe von mindestens 135.000,- € für die Nichtnominierung im Jahr 2008 ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK