BGH-Urteil zur Tierhalterhaftung bei fehlender Erlaubnis

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Urteil vom 30. April 2013 entschieden (Az.: VI ZR 13/12), dass es für die grundsätzliche Frage der Haftung des Tierhalters unerheblich ist, ob dessen Einverständnis vorlag, das Tier reiten zu dürfen, wenn jemand von einem Pferd stürzt. In diesem Fall ist allenfalls die Frage eines Mitverschuldens des Verletzten zu klären.

Im September 2006 wollte die Klägerin in der Reithalle der Beklagten auf ein Pferd steigen. Dabei kam sie zu Fall und verletzte sich erheblich. Aufgrund der Verletzungsfolgen forderte sie von der Beklagten als Halterin des Tieres die Zahlung eines Schmerzensgeldes von mindestens 20.000 Euro.

Die Beklagte wies die Forderung als unbegründet zurück und bestritt, der Klägerin erlaubt zu haben, das Pferd zu reiten. Die Klägerin habe ihre Verletzungen im Übrigen in erheblichem Umfang mitverschuldet, da sie weder eine Reitkappe getragen, noch eine Aufstiegshilfe genutzt habe. Ferner habe sie die Zügel nicht aufgenommen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK