Kapitalanlage oder zinsloses Darlehen

Immer wieder finden sich Schlagzeilen wie „Schlechte Noten für geschlossene Immobilienfonds“ (Wirtschaftswoche online vom 13.11.2012) oder „Die schlechteste Geldanlage der Welt“ (Handelsblatt.com 15.04.2011) in der Wirtschaftspresse. Als Gründe werden das hohe Risiko, die hohen Kosten, mangelnde Kontrolle und oft undurchsichtige Strukturen genannt.

Klar ist nur die Negativbeispiele fallen immer besonders auf. Nicht jeder Fonds entwickelt sich schlecht oder ist gar eine fragwürdige Anlage.

Aber warum ist die Anlage in einen typischen geschlossenen Fonds rechtlich so riskant für den Anleger? Dies liegt oft an der Art und Weise wie sich der Anleger an der Publikumsgesellschaft beteiligt und an der Struktur der Gesellschaft.

Geschlossene Fonds bestehen in der Regel aus einer Vielzahl an Gesellschaften.

Der Anleger investiert dabei oft über eine Treuhandgesellschaft in die eigentliche Fondsgesellschaft. Diese führt selten selbst die Geschäfte, sondern investiert wiederum in Tochtergesellschaften, die jeweils in Immobilien, Schiffe oder weitere Gesellschaften investieren. Dabei werden die eigentlichen Geschäfte vermehrt zum überwiegenden Teil fremdfinanziert und die Investorengelder zur, vorsichtig formuliert, Umsetzung der Geschäfte verwendet.

Während jetzt die Gelder der Anleger mittelbar in die Fondsgesellschaft geflossen sind und für die Verwaltung und Geschäftsführung der Gesellschaften verwendet werden, sind andere Investoren näher dran. So sind etwa darlehensgebende Banken direkt über die jeweiligen Darlehen an der Immobilie oder dem Schiff beteiligt. Diese werthaltigen (Eigentums-)Positionen werden zur Absicherung der Forderungen verpfändet ...

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