LHR erwirkt Werbeverbot gegen “Anlegerschutzanwälte” vor dem Landgericht Frankfurt

Das Landgericht Frankfurt (LG Frankfurt, Beschluss v. 12.11.2013, Az. 2-03 O 425/13) hat auf den Antrag von Lampmann, Haberkamm & Rosenbaum Rechtsanwälte (LHR) im Wege einer einstweiligen Verfügung einer der zahlreichen selbst ernannten Kanzleien für Anlegerschutz verboten, mit unwahren Behauptungen zu Lasten des in Deutschland führenden Anbieters von geschlossenen Immobilienfonds auf “Mandantenfang” zu gehen. Die Entscheidung ist ohne schriftliche Gründe ergangen.

Es ist davon auszugehen, dass die meisten Anwaltskanzleien, die sich auf die Vertretung von geschädigten Kapitalanlegern spezialisiert haben, seriös arbeiten. Gerade im Bereich des Kapitalanlagerechts gibt es jedoch eine auffällig große Zahl von Kanzleien, zu denen auch bekannte Namen zählen, die bei der Mandatsaquise eher auf “Masse statt Klasse” zu setzen scheinen. Dabei schrecken einige nicht davor zurück, potentielle Mandanten mit unwahren oder sogar schlicht frei erfundenen Behauptungen zu locken und zum Abschluss eines Anwaltsvertrags zu bewegen, der natürlich auch dann kostenpflichtig ist, wenn sich später herausstellt, dass der suggerierte Beratungsbedarf in Wirklichkeit gar nicht bestand.

Im Streitfall hatte die “Anlegerschutzkanzlei” unserer Mandantschaft in einer Pressemitteilung Bilanzfälschung vorgeworfen, ohne dass es dazu irgendeinen Anhaltspunkt gab ...

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