Gameforge-Urteil: Gründe liegen vor

Am 13. Juli 2013 verkündete der Bundesgerichtshof sein Urteil gegen Gameforge, nach dem die Werbung für die "Pimp-Woche" von "Runes of Magic" illegal gewesen sei. Seit kurzem liegen nun die Urteilsgründe vor. Frogster hatte im Jahr 2009 für die "Pimp deinen Charakter-Woche" wie folgt geworben, wurde dafür vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) abgemahnt und verklagt:
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Gameforge hatte vor dem Landgericht Berlin und dem Kammergericht Berlin gewonnen und vor dem Bundesgerichtshof (BGH) nun verloren. Atypisch für ein BGH-Urteil ist, dass es noch nicht rechtskräftig ist, d.h. Gameforge kann noch Rechtsmittel einlegen. Die jetzt vorliegenden Urteilsgründe haben es in sich. Ausgangspunkt und soweit nicht überraschend: Direkte Kaufaufforderungen an Kinder sind in der Werbung unzulässig (Nr. 28 der Anlage zu § 3 Abs. 3 UWG). Die Berliner Gerichte waren davon ausgegangen, dass es sich nicht um eine direkte Kaufaufforderung handele, weil in der Werbung weder das beworbene Produkt konkret noch dessen Preis angegeben war, man sich also erst in den Shop von "Rune of Magic" klicken musste. Dies sah der BGH anders. Mein guter Vorsatz für 2014 ist, zu der Frage der "direkten Kaufaufforderung" in den nächsten Tagen noch zu bloggen. Für heute lasse ich es bei einigen Takten zu der Frage bewenden, ob sich die Werbung an Kinder richtet ...Zum vollständigen Artikel


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