BEM – das in vielen Unternehmen noch unbekannte Wesen

Das betriebliche Eingliederungsmanagement (kurz: BEM) wird im Mai 2014 zehn Jahre alt. Dennoch ist dieses Verfahren in vielen Betrieben und Unternehmen noch Neuland, obwohl die Durchführung in § 84 Abs. 2 SGB IX für alle privaten und öffentlichen Arbeitgeber zwingend vorgeschrieben ist.

Sind Arbeitnehmer lange oder öfters krank, muss der Arbeitgeber in bestimmten Fällen ein BEM durchführen.

BEM als Pflichtaufgabe des Arbeitgebers

Ist ein Arbeitnehmer innerhalb der letzten 12 Monate länger als sechs Wochen “am Stück” oder insgesamt arbeitsunfähig, dann muss jeder Arbeitgeber das BEM einleiten. Es kommt nicht darauf an, ob der betroffene Arbeitnehmer schwerbehindert ist.

Wozu dient das BEM?

Das BEM soll helfen, die Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen, zu erhalten oder schnell wiederherzustellen. Eine krankheitsbedingte Kündigung soll vermieden werden.

BEM ist kein Krankenrückkehrgespräch!

Sobald der 6-Wochen-Zeitraum überschritten ist, muss der Arbeitgeber mit dem Arbeitnehmer Kontakt aufnehmen. Der Arbeitgeber muss dem Arbeitnehmer erklären, welches Ziel das BEM hat. Die Teilnahme am BEM ist aber freiwillig. Entscheidet sich der Arbeitnehmer für das BEM, muss dem Arbeitnehmer klar sein, dass sein Arbeitgeber die Art dessen Erkrankungen erfährt. Der Arbeitnehmer kann seine Zustimmung auch später jederzeit zurücknehmen.

Wer nimmt am BEM teil?

Neben dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind am BEM der Betriebsrat, der Betriebsarzt und ggfs ...

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