BAG zur Versetzung an einen anderen Arbeitsort

Selbst wenn der Arbeitsort im Arbeitsvertrag ausdrücklich genannt ist, kann der Arbeitgeber aufgrund seines Direktionsrechts (§ 106 GewO) berechtigt sein, dem Arbeitnehmer einen anderen Arbeitsort zuzuweisen, ohne eine Änderungskündigung (§ 1 Abs. 2 KSchG) aussprechen zu müssen. Das ist die Kernaussage eines jetzt veröffentlichten Urteils des BAG (vom 10.08.2013 - 10 AZR 569/12, BeckRS 2013, 74788). Sei im Arbeitsvertrag ein bestimmter Ort angegeben, an dem die Arbeit zu beginnen ist, so müsse darin nicht zwingend eine vertragliche Festschreibung des Arbeitsorts liegen. Es könne sich auch um die schriftliche Fixierung der erstmaligen Ausübung des Weisungsrechts handeln.

Die Klägerin ist als Flugbegleiterin bei der beklagten Fluggesellschaft beschäftigt. In ihrem Arbeitsvertrag aus dem Jahre 1994 heißt es:

Die Mitarbeiterin wird ab 03.12.1994 im Bereich Flugbetrieb, Beschäftigungsort Münster/Osnabrück, als Flugbegleiterin eingestellt.

2011 schloss das Unternehmen mit der bei ihr gebildeten Personalvertretung einen Interessenausgleich und einen Sozialplan ab. Dieser sah die Schließung zahlreicher Standorte, darunter Münster/Osnabrück, vor ...

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