Schmerzensgeld bei Sportverletzungen

Sportverletzungen sind ein besonderer Bereich und in der Regel sind Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche nur schwer durchzusetzen. Der Teilnehmer an einem sportlichen Wettkampf, der grundsätzlich Verletzungen in Kauf nimmt, die auch bei regelgerechtem Spiel nicht zu vermeiden sind, kann einen Schadensersatzanspruch gegen einen Mitspieler nur durchsetzen, wenn er den Nachweis führt, dass dieser sich nicht regelgerecht verhalten hat. Eine Haftung kommt nur infrage, wenn aus dem "Nebeneinander" im Wettkampf ein „Gegeneinander“ mit bewussten Regelverstößen wird. Nur wenn der Geschädigte von dem Gegenüber also bewusst gefoult wurde und die Verletzung in Kauf genommen wurde, besteht ein Anspruch auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld.

Grundsätzlich besteht der Anspruch nicht, wenn dies dem Verbot des treuwidrigen Selbstwiderspruchspruchs zuwider laufen würde, weil der Geschädigte selbst in die Lage hätte kommen können, in der sich nun der Schädiger befindet. Wenn also Gefahr besteht, dass man sich im Wettkampf gegenseitig verletzt, ist der Anspruch ausgeschlossen. So ist das typische Risiko bei einem Autorennen, dass ein Unfall geschieht. Nachdem beide Teilnehmer Gefahr laufen, dass sie von einem anderen geschädigt werden oder zum Schädiger werden, ist der Anspruch ausgeschlossen. Nur bei grob unsportlichem und regelwidrigem Verhalten kann eine Haftung infrage kommen.

Die Haftung ist in der Regel ausgeschlossen, wenn die Verletzung aufgrund technischen Versagen, Übermüdung, Ungelenkheit oder Spieleifer beruht, selbst dann wenn das Verhalten eine Regelwidrigkeit beinhaltet.

Einzelentscheidungen höchstrichterlicher Rechtsprechung:

Fußball

Beim Fußballspiel gelten grundsätzlich die Regeln des Deutschen Fußballbundes (DFB) ...

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