Inkassofirmen, die Wucherer der Nation?

Viele Inkassofirmen rechnen eine Gebühr in Höhe von 1,3 nach dem RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) ab, auch wenn sie nichts weiter tun, als mitzuteilen, dass sie einen Gläubiger vertreten und dass sie für diesen das Geld eintreiben.

Hallo, Kohle, sonst Aua, Kosten, Basta.

Nach § 4 Abs. 5 RDGEG (Einführungsgesetz zum Rechtsdienstleistungsgesetz) gilt:

Die Inkassokosten von Personen, die Inkassodienstleistungen erbringen (registrierte Personen nach § 10 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Rechtsdienstleistungsgesetzes), für außergerichtliche Inkassodienstleistungen, die eine nicht titulierte Forderung betreffen, sind nur bis zur Höhe der einem Rechtsanwalt nach den Vorschriften des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes zustehenden Vergütung erstattungsfähig.

Also fragt sich, was dürfte ein Rechtsanwalt nehmen für solch eine dürftige Leistung, wie sie in der Regel von den Geldeintreibungsgesellschaften erbracht werden? Ganz einfach: Nicht 1,3 sondern 0,3 nach 2301 VV RVG, denn dort heißt es:

Der Auftrag beschränkt sich auf ein Schreiben einfacher Art: Die Gebühr 2300 beträgt 0,3. Es handelt sich um ein Schreiben einfacher Art, wenn dieses weder schwierige rechtliche Ausführungen noch größere sachliche Auseinandersetzungen enthält.

Man muss kein Jurist sein, um zu begreifen, dass genau das bei solcher Tätigkeit zutrifft. Und das wissen natürlich auch die Inkassofritzen, sie verlangen aber trotzdem eine Gebühr in Höhe von 1,3.

Und was bedeutet das?

Schauen wir ins StGB ...

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