Der Schmerzensgeldanspruch im Arzthaftungsrecht

Einem Patienten der von seinem Arzt nicht lege artis behandelt wurde, steht für das durch die Verletzung erlittene Leid ein Schmerzensgeldanspruch zu.

Jeder ärztliche Eingriff ist nach der deutschen Rechtsprechung als Körperverletzung zu qualifizieren. Nur solche Eingriffe, die entsprechend dem fachärztlich geschuldeten Standard erfolgten und über welche der behandelnde Arzt ordnungsgemäß aufgeklärt hat, sind von der Einwilligung des Patienten in die ärztliche Körperverletzung getragen und führen somit nicht zu einer Haftung des Arztes.

Nicht selten unterlaufen Ärzten Behandlungsfehler mit oftmals dramatischen Folgen. So sind Fehler in der Medizin oftmals irreversibel und für den geschädigten Patienten mit erheblichen Schmerzen und weitern Folgekosten verbunden. Im schlimmsten Fall sind ärztliche Fehler tödlich. Studien zufolge sterben jährlich ca. 350 bis 450 Patienten an Behandlungsfehlern, wobei die Dunkelziffer noch weitaus höher sein dürfte.

Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts liegt die Zahl der ärztlichen Behandlungsfehler mit schwersten körperlichen Folgen bei rund 40.000 pro Jahr. Das sind über 100 Behandlungsfehler pro Tag.

Die Frage nach der Höhe eines angemessenen Schmerzensgeldes ist für Rechtsanwälte und Gerichte daher von entscheidender Bedeutung ...

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