Strafverteidigung mit Gewissen vereinbar?

Eine Frage, die Rechtsanwälten/innen in der Strafverteidigung, gerade bei lockeren Anlässen und Feierlichkeiten öfter begegnet:

“Wie kannst du mit deinem Gewissen vereinbaren, einen solchen Menschen noch zu verteidigen.”

Hierzu in aller Kürze:

Strafverteidigung ist Ausfluss der Menschenrechte. Jede Person, die einer Straftat angeklagt ist, gilt bis zum gesetzlichen Beweis ihrer Schuld als unschuldig. Sie darf sich gegen die Vorwürfe verteidigen und sich eines Strafverteidigers bedienen (Art. 6 EMRK). Der Strafverteidiger begleitet das Verfahren. Er berät den Beschuldigten und soll für ihn Sorge tragen, dass das geführte Verfahren fair verläuft. Dies zumal der Staat im Bereich des Strafrechts mit gesamter Macht auf die Rechte des Einzelnen zugreift.

Der frz. Rechtsanwalt Jacques Vergès hat die Tätigkeit von Verteidigern einmal mit folgenden Worten beschrieben:

“Strafverteidiger sind nicht dafür da, Mutter Theresa zu verteidigen ...

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