Langsame Staatsanwaltschaft, schnelles Gericht – Die Augsburger Richter sind ihrer Zeit voraus

Ich erinnere mich noch daran, wie mir der sachbearbeitende Staatsanwalt im Februar 2012 kurz nach einer spektakulären Saalverhaftung meiner Mandantin, die in anderer Angelegenheit aus dem Ausland zu einer Gerichtsverhandlung angereist war, sagte, dass die Anklage bis Ostern fertig sei. Ostern 2012, wohlgemerkt. Eine Haftverschonung dürfe ich nicht erwarten, die zuständige Beschwerdekammer habe er “im Griff”, erläuterte mir der Staatsanwalt. Letzteres war nicht der einzige Irrtum, dem der engagierte Strafverfolger unterlag, aber immerhin dauerte es rund 6 Wochen, bis der Haftverschonungsbeschluss erging. Für mich war es sonderbar genug, dass ausgerechnet der Haftgrund der Fluchtgefahr herhalten musste, da ich das Erscheinen meiner Mandantin in Kenntnis aller anhängigen Verfahren gegenüber Gericht und Staatsanwaltschaft schriftlich angekündigt hatte, um genau diesen möglichen Haftgrund von vornherein zu entkräften.

Weil sich die Ermittlungen verzögerten, wurde die Anklageerhebung dann zunächst auf den Herbst, dann auf November 2012 und von da auf Anfang 2013 verschoben. Schließlich dauerte es bis November 2013, bis die Anklage dann tatsächlich vorlag. Immerhin, jetzt ist sie da.

Umso schneller ist da das Augsburger Landgericht ...

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