Abmahn-Batman oder Urheberrechts-Troll?

Wenn Rechteinhaber schutzlos den Raubkopierern ausgeliefert sind, von Staatsanwaltschaft und Polizei keine Hilfe erwarten können. Wenn es fast keine Hoffnung mehr gibt, dann brauchen Rechteinhaber einen Helden. Einen dunklen Helden den nicht jeder mag, ja einen Helden der sogar von manchen verachtet wird und von allen gefürchtet wird. Rechteinhaber brauchen den Abmahn-Batman.

Weil er der Held ist den Gotham verdient, aber nicht der den es gerade braucht, also jagen wir ihn, weil er es ertragen kann, denn er ist kein Held, er ist ein stiller Wächter, ein wachsamer Beschützer, ein dunkler Ritter.

Das könnte man jedenfalls meinen, wenn man das Interview mit Thomas Urmann auf Zeit-Online vom 17.12.13 liest. Von einer Kapitulation des Staates ist da die Rede und von der Erfüllung von Aufgaben die eigentlich der Staat übernehmen müsste. Von einem frustrierenden Kampf wird gesprochen. Ahh ja.

Bedenkt man wer mit Abmahnungen gejagt wird, wirkt das Interview - auf mich jedenfalls - etwas verstörend. Da wird eben nicht der große Bösewicht gejagt, sondern lediglich der kleine Privatanwender und das in einer Vielzahl der Fälle zu Unrecht. Da ist es egal, dass die betagte Rentnerin gar keinen Router oder Computer hat und gar damit nicht auf das Internet zugreifen konnte. Sie Anschlussinhaberin und damit böser Täter. So einfach ist das für den Abmahn-Batman.

Eine neue Dimension hat das Abmahngeschäft nun mit der Porno-Abmahnwelle durch die Kanzlei Urmann und Collegen angenommen, bei der mehrere tausend Abmahnungen in kürzester Zeit versendet wurden und in dessen Zusammenhang auch das oben angesprochene Interview durchgeführt. Man könnte quasi meinen, Batman holt zum Großschlag aus ...

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