Gebäude-Außentür einer Kantine Grenze für Unfallversicherungsschutz

Gehen Arbeitnehmer in der Mittagspause auswärts essen, stehen sie innerhalb des Kantinengebäudes nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Unfallschutz beginne und ende erst außerhalb des Gebäudes mit dem Durchschreiten durch die Außentür, entschied das Landessozialgericht (LSG) Baden-Württemberg in Stuttgart in einem am Freitag, 20.12.2013, bekanntgegebenen Urteil (AZ: L 8 U 1506/13).

Im konkreten Rechtsstreit hatte eine Lehrerin geklagt. Da es an ihrer Schule keine eigene Kantine gab, ging sie in ihrer Mittagspause im benachbarten Gebäude einer Sparkasse essen. Als sie auf dem Rückweg von der Kantine noch im Treppenhaus des Gebäudes stürzte, erlitt sie erhebliche Knieverletzungen. Den Sturz wollte die Pädagogin als Arbeitsunfall anerkannt haben.

Doch die zuständige Berufsgenossenschaft lehnte dies ab. Grundsätzlich stünden zwar Wege zur Aufnahme des Mittagessens unter Versicherungsschutz. Der Wege-Unfallschutz ende im öffentlichen Verkehrsraum jedoch, sobald die Außentüre des Kantinengebäudes durchschritten worden ist ...

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