Weitgehende Expertenhaftung wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung

In einer aktuellen Entscheidung (Az. VI ZR 336/13) hat der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs die Grundsätze der Expertenhaftung wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung (§ 826 BGB) ausgedehnt. In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall hat ein Wirtschaftsprüfer kein unzutreffendes Testat erteilt oder Gutachten erstellt sondern auf einer internen Schulungsveranstaltung grob unzutreffende wirtschaftliche Eckwerte zu einem Kapitalanlageobjekt gemacht. Die interne Schulungsveranstaltung war hierbei an Vertriebsmitarbeiter gerichtet, die die präsentierten (unzutreffenden) Argumente aufnahmen und an potentielle Anleger weiterverbreiteten.

Obwohl sich die beklagte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und der ebenfalls beklagte Wirtschaftsprüfer nicht selbst unmittelbar gegenüber potentiellen Anlegern äußerten, bejahte der Senat eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung durch die Beklagten ...

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