Wenn Staatsanwälte ins Spekulieren kommen

Der Haftbefehl war aufzuheben. Die Feststellungen in der Akte zur Frage der bandenmäßigen Begehungsweise dürften zunachst eher spekulativ sein. Das kann vorliegend aber letztlich dahinstehen. Der Beschuldigte ist nicht dringend verdächtig, an den verfahrensgegenständlichen Taten überhaupt beteiligt gewesen zu sein.

Der Beschuldigte hat zwar laufenderweise die BAB überquert, nachdem sich auf der anderen Seite der BAB polizeiliche Tätigkeiten entwickelten. Dies mag für einschlechtes Gewissen sprechen, welches der Beschuldigten schon ausweislich seiner Vita aber nicht unbedingt deswegen gehabt haben muss, weil er nun gerade an den verfahrensgegenstiändlichen Taten beteiligt war. Der vorgenannte Umstand allein reicht mithin nicht aus, einen dringenden Tatverdacht zu begründen. Sonstige den Beschuldigten belastende Umstande liegen aber nicht vor:

Denn der Beschuldigten ist zunachst bei der eigentlichen Tatausfiihrung - demAufschlitzen von LKW-Planen und/oder dem Abtransport von Beute - nichtbeobachtet worden.

lm Pkw des Beschuldigten wurde auch keine Beute gefunden.

Schließlich wurde eine Person zwischen zwei Lkw beobachtet, die flüchtete. lnsoweitist aber zum einen nicht dargestellt, dass es sich bei diesen Lkw um solche handelte,deren Plane aufgeschlitzt wurde, dass also diese Person in unmittelbarer Tatortnahebeobachtet wurde ...

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