Weibliche Reize in der Adventszeit führen zu Wohnungsbrand und Ärger mit der Versicherung

Da die Adventszeit in vollem Gange ist, möchte ich mit Blick auf die Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 21.09.1999 (AZ: 4 U 182/98) vor den Gefahren weiblicher Reize warnen:

Zum Sachverhalt der Entscheidung:

Ein Mann war am Morgen des 1. Weihnachtstages im Jahr 1997 aufgestanden und hatte als erste Handlung die Kerzen an einem Adventskranz im Wohnzimmer angezündet. Der Kranz aus Tannengrün stand auf einem Glastisch, der mit einer Decke aus Kunststoff belegt war. Der Mann ging dann in die Küche und bereitete das Frühstück für sich und seine Lebensgefährtin. Nachdem er sich nach dem Adventskranz umgesehen hatte, ging er ins Schlafzimmer und wollte seine Lebensgefährtin wecken. Doch dort wurde er aufgehalten.

Erst einige Zeit später verließ er das Schlafzimmer und bemerkte sofort Rauchschwaden und Brandgeruch. Verursacher war der inzwischen in Brand geratene Adventskranz. Zwar konnte der Mann den Brand selbst löschen, doch der Ruß hatte sich bereits überall ausgebreitet. Der brennende Kranz verursachte einen Schaden von 64.329,38 DM. Die Hausratversicherung weigerte sich, diese Kosten zu übernehmen. Schließlich sei der Schaden durch die grobe Fahrlässigkeit des Versicherten entstanden. Der Versicherte zog vor Gericht und war sowohl vor dem Landgericht Mönchengladbach als auch vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf mit seiner Klage erfolgreich.

Aus den Urteilsgründen:

Es steht nicht fest, daß der Kläger den Versicherungsfall zumindest grob fahrlässig im Sinne des § 61 VVG herbeigeführt hat ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK