In vier Jahren zur Partnerin…

Eine Leistung, die Anne Hopkins 1982 bei PriceWaterhouseCoopers nicht gelang. Trotzdem sie für den höchstdotierten Beratervertrag verantwortlich war, den die Firma bis dahin an Land gezogen hatte. Sie war die einzige Frau, die in diesem Jahr zur Partnerschaft vorgeschlagen war und wurde abgelehnt. Notizen der Seniorpartner gaben Aufschluß, das sie „uncharmant“ sei. Ein „Macho“. „Kompensiert zu stark die Tatsache, dass sie eine Frau ist.“

Nach einigen Berufungsverfahren kam 1988 eine Mehrheit der Richter am Obersten Gerichtshof zu dem Ergebnis, dass das Unternehmen mit zweierlei Maß gemessen habe und begründete dies im Urteil wie folgt. „Ein Arbeitgeber, der Aggressivität bei Frauen ablehnt, für dessen Berufsbild aber genau diese Eigenschaft erforderlich ist, bringt Frauen in einen unlösbaren und unzulässigen Zwiespalt: Sie verlieren ihre Stelle, wenn sie sich aggressiv verhalten, verlieren sie aber eben auch, wenn sie es nicht tun.“

PriceWaterhouse vs. Hopkins ist immer noch beispielhaft für den Konflikt zwischen der Realität in so mancher Kanzlei und den Inhalten der Recruiting-Broschüre ...

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