“Frauen sind die besseren Psychopathen…

Justitia

… weil sie es unauffälliger machen!”

Nein, der Satz stammt nicht von mir und ich will ihn mir auch nicht grundsätzlich zu eigen machen, jeder Fall ist ja bekanntlich anders. Das Zitat entstammt der Aussage eines Psychotherapeuten, der heute als Zeuge in einem nicht enden wollenden Prozess vor dem Landgericht Mönchengladbach gehört wurde, in dem es um Stalkingvorwürfe, sexuelle Nötigung und anderes mehr zum Nachteil einer Kriminalhauptkommissarin geht.

Seit mehr als 6 Monaten läuft das Berufungsverfahren nun schon, ein Ende ist noch nicht abzusehen. Seit rund 20 Monaten ist der Angeklagte, der erstinstanzlich zu knapp dreieinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt wurde, nun schon in Haft, und das trotz immer extremer zu Tage getretener Widersprüche im Aussageverhalten der Hauptbelastungszeugin und einiger anderer Polizeizeugen, bei denen ich mich nicht des Eindrucks erwehren kann, dass Solidarität und freundschaftliche Verbundenheit schwerer wiegen als die Liebe zu Wahrheit. Aber das ist zunächst ja nur eine subjektive Wahrnehmung, von welcher die Kammer erst noch überzeugt werden muss.

Da gibt es von der Zeugin durch ihren Anwalt als Beweis in Kopie vorgelegte tagebuchartige Aufzeichnungen, die auf ominöse Art in der Kanzlei des Nebenklagevertreters verschwunden sind, nachdem ich beantragt hatte, diese im Original beizuziehen, um sie auf Fälschungsmerkmale zu untersuchen. Da wird vorgetragen, die Aufzeichnungen seien nur einmal ausgedruckt und mit handschriftlichen Veränderungen versehen dem Nebenklagevertreter zur Verfügung gestellt worden, der sie auch nie zurückgegeben hätte. Gleichwohl wurden die Aufzeichnungen durch die Zeugin 10 Tage, nachdem sie diese – urkundlich belegt - dem Nebenklagevertreter überreicht haben will, in einer Gerichtsverhandlung aus der Handtasche gezaubert ...

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