Glücks-Wochen: Goldbärenwerbung mit Goldbarrengewinnspiel zulässig

In seinem Urteil vom 12.12.2013 ( I ZR 192/12) hat der Bundesgerichtshof (BGH) über die Zulässigkeit einer Kopplung von Gewinnspiel und Warenabsatz entschieden und die konkrete Fernsehwerbung (Glücks-Wochen) für ein Gewinnspiel als zulässig bewertet (Pressemitteilung Nr. 205/2013 vom 12.12.2013).

Zum Sachverhalt:

Ein deutscher Fruchtgummihersteller, der bekanntlich nicht nur Kinder froh macht, hat im Jahr 2011 im Fernsehen mit “GLÜCKS-WOCHEN” geworben. Beim Kauf von fünf Packungen zum Preis von etwa je 1 € und Einsendung der Kassenbons bestand die Chance, bei einer Verlosung einen von 100 “Goldbärenbarren” im Wert von jeweils 5.000 € zu gewinnen. In dem Werbespot traf der Fernsehmoderator Thomas Gottschalk im Supermarkt auf zwei Familien mit Kindern.

Dagegen hat ein Wettbewerber geklagt und den Fruchtgummihersteller auf Unterlassung in Anspruch genommen. Die Werbung sei wettbewerbswidrig, da sie – so der Konkurrent – die geschäftliche Unerfahrenheit von Kindern und Jugendlichen ausnutze.

Die Klage hatte in den Vorinstanzen Erfolg. Nach Ansicht des Berufungsgerichts stelle die Gewinnspielkopplung aufgrund der Umstände des Einzelfalls eine unlautere Geschäftspraktik dar. Dabei sei ein strengerer Sorgfaltsmaßstab zugrunde zu legen und auf die Sicht von Kindern und Jugendlichen abzustellen, die durch die Werbung zu einem Kauf über Bedarf veranlasst werden könnten. Der BGH teilte diese Auffassung nicht.

Zur Entscheidung des BGH

Gewinnspielkopplungen können im Einzelfall verboten sein, wenn sie gegen die berufliche Sorgfalt verstoßen ...

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