EU-Kommission erwägt einheitliche Kennzeichnung von Lederwaren

Bisher sind Hersteller oder Anbieter von Lederwaren auf dem europäischen Markt nicht gesetzlich verpflichtet, ihre Produkte durch einheitliche Etiketten zu kennzeichnen. So stehen Verbraucher hauptsächlich auf dem Gebiet der Textil- und Bekleidungsindustrie der Frage, ob es sich bei einem bestimmten Produkt um eine Verarbeitung von echtem Leder handelt, nicht selten ratlos gegenüber.

Auch die spezifische Lederart und sich durch diese ergebende Reinigungs- und Pflegetechniken sind in den meisten Fällen nicht ersichtlich.

Jenseits der Identifikation eines Lederprodukts als echt oder synthetisch weichen die weltweit herrschenden Verarbeitungsstandards im Einzelfall so voneinander ab, dass in Ermangelung der Angabe des Produktionslandes die Qualität von Lederwaren bisher vom Verbraucher nicht einseitig eingeordnet werden kann.

Aus diesem Grunde erwägt die europäische Kommission derzeit, eine Pflichtkennzeichnung von Lederwaren einzuführen, die von der Lederindustrie schon lange gefordert wird. Während Hersteller und Anbieter durch eine Kennzeichnungspflicht ihre Produkte hinsichtlich der Qualität, die vor allem aus der Art des Leders, der Herkunft und den Gerbungsstandards hervorgeht, von der Konkurrenz abheben könnten, würde gleichzeitig dem Verbraucherinteresse an Transparenz und Informationsfülle Rechnung getragen. Momentan führt die Kommission deshalb eine Konsultation zur Leder-Kennzeichnung durch, an der sich die betroffenen Parteien beteiligen können.

Ausschluss der Etikettierungspflicht in der Textilkennzeichnungsverordnung

Seit Inkrafttreten der Textilkennzeichnungsverordnung (VO (EU) Nr ...

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