Rezension Zivilrecht: Urheberrecht

Wandtke (Hrsg.), Urheberrecht, 4. Auflage, De Gruyter 2014 Von Ref. iur. Arian Nazari-Khanachayi, Frankfurt a.M. Mit dem Urheberrechtsgesetz wird die Harmonisierung eines tripolaren Interessengegensatzes intendiert: Es stehen sich die Urheber (kreativen Schöpfer), die Nutzer und die Verwertungsindustrie gegenüber. Bedingt durch das Internet und den damit verbundenen Gesellschaftsentwicklung verschieben sich jedoch die Interessen in diesem Dreieck. Daher muss auch der Gesetzgeber stets nachjustieren. So mussten allein in den letzten zwei Jahren diverse Änderungen des Urheberrechtsgesetzes – bedingt durch das europäische Sekundärrecht – durchgeführt werden: Beispielsweise sah sich der Gesetzgeber veranlasst, ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger, eine Verlängerung der Schutzfristen für ausübende Künstler und Tonträger, neue Regelungen über verwaiste und vergriffene Werke und ein Zweitveröffentlichungsrecht in das Urheberrechtsgesetz aufzunehmen, respektive das UrhG dahingehend zu ändern (vgl. auch Wandtke, Vorwort). Daher verwundert es nicht, wenn Standardlehrbücher ebenfalls mit der Entwicklung mitgehen und in kurzen Intervallen Neuauflagen nachliefern müssen. Auf 578 Seiten hat Arthur-Axel Wankdte, Emeritus für Bürgerliches Recht, Gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, die Neuauflage seines Lehrbuches um die vorstehend beschriebene Gesetzesentwicklung ergänzt. Auch in dieser Auflage sind Praktiker als Mitautoren beteiligt, die diesem Lehrbuch eine besondere Eigendynamik vermitteln. Im Einzelnen sind beteiligt: Dr. Claire Dietz (RA Berlin), Dr. Michael Kauert (RA Berlin), Dr. Sebastian Schunke (längere Zeit RA in Berlin, nunmehr Professor für Wirtschaftsrecht an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin) und Dr. Kirsten-Inger Wöhrn (RA Berlin) ...Zum vollständigen Artikel

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