BGH macht Haribo froh

Das nehme ich jedenfalls mal einfach an. Und wenn Haribo froh genug ist, würde es mich froh machen, wenn sie Schnick Schneck wieder ins Sortiment nähmen. Ganz nach dem Motto “Haribo macht Kinder froh, und Erwachsene ebenso. Und….Kindsköpfe sowieso.”

Das wäre dann auch ein echter Gewinn für mich, als Sideeffect. Ungeachtet des Suchtfaktors der kleinen Schlingel verzichte ich gerna auch auf Hinweise zu Risiken und Nebenwirkungen auf deren Schneckenhäuschen, ..pardon: auf deren Tüten.

However – die Freude dürfte vorhanden sein bei Haribo: Denn der Bundesgerichtshof hat einen TV-Werbespot des Süßwarenherstellers Haribo für ein Gewinnspiel nachträglich gebilligt. Der 2011 ausgestrahlte Spot habe die geschäftliche Unerfahrenheit von Kindern nicht ausgenutzt, hieß es in dem gestern ergangenen Urteil in einer Klage von Katjes. (Alte K-Regel: Konkurrenz schläft nicht)

Bei dem Gewinnspiel bestand die Chance, beim Kauf von fünf Packungen des Bonner Herstellers einen von 100 “Goldbärenbarren” im Wert von 5.000 Euro zu gewinnen. Die Vorinstanzen hatten noch Haribo-Konkurrent Katjes recht gegeben. Die Parteien sind Hersteller von Lakritz und Fruchtgummi. Die Beklagte warb ab Februar 2011 im Fernsehen mit “GLÜCKS-WOCHEN”. Beim Kauf von fünf Packungen zum Preis von etwa je 1 € und Einsendung der Kassenbons bestand die Chance, bei einer Verlosung einen von 100 “Goldbärenbarren” im Wert von jeweils 5.000 € zu gewinnen. In dem Werbespot traf der Fernsehmoderator Thomas Gottschalk im Supermarkt auf zwei Familien mit Kindern.

Die Klägerin hält die Werbung für wettbewerbswidrig, weil sie die geschäftliche Unerfahrenheit von Kindern und Jugendlichen ausnutze. Sie hat die Beklagte deshalb auf Unterlassung in Anspruch genommen.

Die Klage hatte in den Vorinstanzen Erfolg. Nach Ansicht des Berufungsgerichts stellt die Gewinnspielkopplung aufgrund der Umstände des Einzelfalls eine unlautere Geschäftspraktik dar ...

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