Arbeitgeber kündigt Schwangere mit totem Fötus im Mutterleib: Entschädigung!

Kündigen Arbeitgeber einer Mitarbeiterin wegen ihrer Schwangerschaft, stellt dies eine Diskriminierung wegen des Geschlechts dar. Dies gilt auch dann, wenn die Schwangere einen bereits gestorbenen Fötus noch im Mutterleib hat, urteilte am Donnerstag, 12.12.2013, das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt (AZ: 8 AZR 838/12). Der 8. Senat sprach damit einer angestellten Vertriebsmitarbeiterin eine Entschädigung in Höhe von vier Monatsgehältern zu, insgesamt 3.000,00 €.

Wegen ihrer Schwangerschaft wurde Anfang Juli 2011 aus medizinischen Gründen ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen. Doch der Arbeitgeber, ein Kleinbetrieb aus Sachsen, wollte zunächst auf die Arbeitnehmerin nicht verzichten. Sie solle trotz Beschäftigungsverbot zur Arbeit erscheinen. Die Klägerin weigerte sich.

Die Schwangerschaft nahm kein gutes Ende. Am 14.07.2011 wurde festgestellt, dass der Fötus im Mutterleib abgestorben war. Einen Tag später sollte die Totgeburt künstlich eingeleitet werden.

Doch noch am 14. Juli schrieb der Arbeitgeber eine Kündigung und warf diese noch am gleichen Tag in deren Briefkasten der Frau ...

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