Wohnungseingangstüren sind Gemeinschaftseigentum

Eine für das Wohnungseigentum recht interessante Entscheidung hat der BGH kürzlich zu treffen (BGH, Urteil vom 25. Oktober 2013 – V ZR 212/12). Denn es ging um die viel diskutierte Frage, ob die Wohnungseingangstüren zum Sondereigentum oder Gemeinschaftseigentum gehören. Die Karlsruher Richter haben sich dabei klar für Letzteres – also das Gemeinschaftseigentum – entschieden. Begründet wird dies wie folgt:

Unabhängig davon, ob Wohnungseingangstüren innerhalb des Gebäudes oder an dessen Außenseite gelegen sind, sind sie gemäß § 5 Abs. 1 WEG zwingend dem gemeinschaftlichen Eigentum zugeordnet. Wohnungseingangstüren, die das Sondereigentum von dem Treppenhaus oder wie hier einem Laubengang trennen, gehören nicht, wie es § 5 Abs. 1 WEG voraussetzt, zu den im Sondereigentum stehenden Räumen.

Denn Wohnungseingangstüren stehen räumlich und funktional in einem Zusammenhang sowohl mit dem Sonder- als auch dem Gemeinschaftseigentum. Erst durch ihre Einfügung wird die Abgeschlossenheit der dem Sondereigentum zugewiesenen Räume hergestellt, die vorliegen soll, damit Sondereigentum entstehen kann (§ 3 Abs. 2 Satz 1, § 7 Abs. 4 Nr. 2 WEG). Sie dienen stets der räumlichen Abgrenzung von Gemeinschafts- und Sondereigentum. Gehören sie damit räumlich und funktional (auch) zu dem Gemeinschaftseigentum, steht die gesamte Tür als einheitliche Sache im gemeinschaftlichen Eigentum ...

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