Mietminderung: Miete unter Vorbehalt zahlen – So geht’s richtig!

Der nachfolgende Beitrag ist ein Gastartikel von Dennis Hundt. Als Immobilienkaufmann betreibt unser Gastautor das Portal Mietminderung.org.

Ist die Wohnung mangelhaft, steht dem Mieter ein Minderungsrecht zu. Er darf die Miete angemessen mindern. Voraussetzung ist, dass er den Mangel dem Vermieter anzeigt und ihm Gelegenheit gibt, den Mangel zu beseitigen. Unterlässt der Mieter die Mängelanzeige, so dass der Vermieter keine Abhilfe schaffen kann, verliert der Mieter sein Minderungsrecht.

Oft ist die Sach- und Rechtslage unklar und bedarf der Aufklärung. Will der Mieter mit dem Vermieter eine einvernehmliche Regelung herbeiführen, kann er weiterhin die volle Miete bezahlen, muss sich dann aber sein Minderungsrecht ausdrücklich vorbehalten. Nur wenn er unter Vorbehalt zahlt, bleibt sein Minderungsrecht erhalten.

Stellt der Mieter während der Mietzeit Mängel fest und bezahlt trotzdem über längere Zeit vorbehaltlos die volle Miete, verliert er dadurch dennoch nicht sein Recht, die Miete künftig zu mindern. Die Mietminderung für vergangene Zeiträume, in denen der Mieter trotz Kenntnis der Mängel die Miete vollumfänglich bezahlt hat, kann er allerdings nur noch geltend machen, wenn er sich seine Rechte diesbezüglich ausdrücklich vorbehalten hat. Insoweit ist es sinnvoll, mit der Mängelanzeige den Vermieter gleichzeitig zu informieren, dass die nächsten Mietzahlungen nur unter Vorbehalt vorgenommen werden.

Dadurch soll der gutmütige Mieter, der es zunächst im Guten versuchen will und auf die Mängelbeseitigung durch den Vermieter vertraut, gegenüber einem auf vielleicht schnelles Geld spekulierenden Mieter, der einen Mangel sofort beanstandet und die Miete kürzt, nicht benachteiligt werden ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK