LNG in der Schifffahrt

(c) BBH

„Verdacht der Luftverschmutzung durch Seeschiff – Wasserschutzpolizei ermittelt“. Dies meldete am 6.11.2013 die Hamburger Wasserschutzpolizei. Lange Zeit hatte sich niemand um die Schiffsabgase gekümmert, die Schifffahrt blieb von umweltrechtlichen und energierechtlichen Vorgaben weitgehend verschont. Doch in jüngster Zeit sind die durch die Schifffahrt verursachten Umweltbelastungen zunehmend in den Fokus des Gesetzgebers gerückt.

Hintergrund ist europäisches Recht und die Schaffung so genannter Emission Control Areas. Die Richtlinie 2005/33/EG regelt, dass bestimmte Schiffe an Liegeplätzen in Häfen innerhalb der europäischen Gemeinschaft seit dem 1.1.2010 keine Kraftstoffe verwenden dürfen, deren Schwefelgehalt 0,1 Massenhundertteile überschreitet. Eine Ausnahme gilt unter anderem dann, wenn sich die Schiffe nach den veröffentlichten Fahrplänen voraussichtlich weniger als zwei Stunden am Liegeplatz befinden oder am Liegeplatz in den Häfen alle Motoren abschalten und landseitige Elektrizität nutzen.

Zum 1.1.2015 werden die Anforderungen an die zulässigen Schiffsabgase weiter verschärft. Ab diesem Zeitpunkt bilden die gesamte Nord- und Ostsee so genannte Emission Control Areas. Zwischen Ärmelkanal und Baltikum darf der Schwefelgehalt in Kraftstoffen dann nur noch 0,1 Prozent – wie in den europäischen Häfen – betragen; derzeit ist noch 1 Prozent erlaubt.

Mit dem heutzutage häufig noch verwendeten Schweröl können diese Grenzwerte nur schwer erreicht werden. Alternativen zum Schweröl in der Schifffahrt sind das (teure) Marinegasöl oder Liquefied Natural Gas (LNG). LNG entsteht bei der Abkühlung von Erdgas auf – 163° C und ist ebenso wie sein gasförmiges Pendant kosteneffizient und umweltschonend ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK