Ergänzungsfragen einer Partei in einem selbständigen Beweisverfahren

Das Gericht muss, auch wenn es selbst die schriftliche Begutachtung eines gerichtlichen Sachverständigen für ausreichend und überzeugend hält, einem Parteiantrag stattgeben, dem Sachverständigen Ergänzungsfragen zu seinem Gutachten zu stellen, es sei denn, der Antrag ist verspätet oder rechtsmissbräuchlich gestellt.

Nach Mitteilung des schriftlichen Sachverständigengutachtens haben beide Parteien das Recht, dem Sachverständigen in einer mündlichen Verhandlung Fragen zu stellen oder eine Ergänzung des Gutachtens zu beantragen, § 411 Abs. 4 Satz 1 ZPO. Setzt das Gericht gemäß § 411 Abs. 4 Satz 2 ZPO den Parteien eine Frist, sind Einwendungen gegen das Gutachten, Anträge auf Anhörung oder Ergänzungsfragen allerdings innerhalb der vom Gericht gesetzten Frist anzubringen, anderenfalls das selbständige Beweisverfahren beendet ist ...

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