Kasse zahlt Herausnahme aber nicht Ersatz für Billig-Brustimplantate

Die gesetzlichen Krankenkassen müssen die Herausnahme minderwertiger Brustimplantate des französischen Herstellers PIP weitgehend bezahlen. Allerdings muss sich die Patientin an den Kosten beteiligen, wenn die Implantate allein aus ästhetischen Gründen eingesetzt wurden, urteilte am Donnerstag, 10.12.2013, das Sozialgericht (SG) Berlin (AZ: S 182 KR 1747/12). Die Kosten für neue Implantate muss die Patientin alleine bezahlen.

Der Hersteller Poly Implant Prothèse (PIP) hatte für seine Produkte deutlich billigeres Industriesilikon verwendet als andere Hersteller. Nachdem sich Berichte über geplatzte und undichte Silikonkissen häuften, stoppten die französischen Behörden im April 2010 den Vertrieb der PIP-Implantate. Ebenfalls am Donnerstag, 10.12.2013, hat ein Strafgericht in Marseille PIP-Gründer Jean Claude Mas zu vier Jahren Haft verurteilt. Er habe seine Kundinnen bewusst getäuscht.

Da sich nicht vorhersagen lässt, ob und wann es Probleme mit den Implantaten gibt, hatte in Deutschland das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Anfang 2012 betroffenen Frauen empfohlen, PIP-Implantate wieder entfernen zu lassen.

Die Berliner Klägerin hatte sich 2004 als 19-Jährige PIP-Implantate einsetzen lassen. 2012 ließ sie diese entfernen und durch neue Silikongel-Implantate ersetzen ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK