Geplante Revision der EU Mutter-Tochter-Richtlinie

Die EU-Kommission hat am 25. November 2013 Änderungen der Mutter-Tochter-Richtlinie vorgeschlagen. Der Vorschlag beabsichtigt bestehende Schlupflöcher, die in der klassischen Steuerplanung genutzt werden, zu schliessen. Vom Grundsatz her soll die Richtlinie weiterhin gleiche Ausgangsbedingungen für steuerehrliche Gesellschaften bilden und Doppelbesteuerungen in der EU verhindern. Gleichzeitig soll jedoch allzu aggressiver Steuerplanung ein Riegel vorgeschoben werden. Missbrauchsverhinderung Die vorgeschlagenen Änderungen sehen eine allgemeinen Missbrauchsverhinderungsbestimmung (General Anti-Abuse Rule, GAAR) vor, welche Schutz gegen missbräuchliche Steuerpraktiken bieten soll. Demnach sind künstliche Gestaltungen zur Steuervermeidung ausser Acht zu lassen und die betroffenen Unternehmen entsprechend der realen wirtschaftlichen Substanz zu besteuern. Damit soll verhindert werden, dass Unternehmen die Bestimmungen der Richtlinie und Qualifikationskonflikte zwischen nationalen Steuervorschriften der Mitgliedstaaten dahingehend ausnutzen, dass in sämtlichen betroffenen Staaten eine Besteuerung vermieden wird. Neben der Einführung einer GAAR ist ausserdem eine Verschärfung für bestimmte Gestaltungen zur Steuerplanung vorgesehen. So sollen Steuerplanungen mit Hybridanleihen, welche auf eine doppelte Nichtbesteuerung abzielen, zukünftig verhindert werden ...Zum vollständigen Artikel

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