Schadensersatz der Fluggesellschaft für streikbedingte Flugausfälle

Fluggesellschaften, die selbst nicht unmittelbar bestreikt worden sind, können als Drittbetroffene keine Schadensersatzansprüche gegen die zum Streik aufrufende Gewerkschaft geltend machen. Ein Anspruch auf Schadensersatz besteht für einen rechtswidrig bestreikten Betrieb dann nicht, wenn die Streiks keinen anderen Verlauf genommen hätten und der Schaden kein anderer gewesen wäre, wenn mit dem Streik ausschließlich rechtmäßige Streikziele verfolgt worden wären.

So die Entscheidung des Hessischen Landesarbeitsgerichts in dem hier vorliegenden Fall über die Berufung von Schadensersatzklagen zweier Fluggesellschaften und der FRAPORT AG gegen die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) wegen eines Streiks und eines angekündigten Unterstützungsstreik am Flughafen Frankfurt am Main im Februar 2012. Die GdF führte im Februar 2012 einen Arbeitskampf gegen die FRAPORT AG wegen der Verbesserung der Arbeitsbedingungen von etwa 200 Arbeitnehmern der Vorfeldkontrolle / Vorfeldaufsicht / Verkehrszentrale und rief ihre Mitglieder bei der FRAPORT AG zunächst für einen befristeten Arbeitskampf für den 16. Febr. 2012 auf, der dann bis zum 24. Febr. 2012 verlängert werden sollte, aber am 23. Febr. 2012 wegen der Wiederaufnahme von Tarifverhandlungen abgebrochen, nach ergebnislosen Verhandlungen am 26. Febr. 2012 wieder aufgenommen und am 28. und 29. Febr ...

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