Die Verlockung des Geldes für den Rechtsanwalt – Liebe, Gier und andere Motive

20 Millionen sind ein erklecklicher Betrag, und wenn davon ein gewisser Teil für den eigenen Geldbeutel abfallen könnte, dann mag das auch für einen Anwalt eine Verlockung darstellen, der er erst einmal widerstehen muss. Klar, wenn es um opulente Drogengeschäfte geht, dann ist das Risiko nicht unerheblich, da sollte sich der gewiefte Jurist dreimal überlegen, ob er tatsächlich mitmachen will. Das gilt erst recht, wenn ein in das Geschäft involvierter Drogengangster deutliche Warnungen ausspricht und aus der Erfahrung heraus prophezeit, das die Sache sehr leicht entgleisen kann. Aber was hilft das alles, wenn es um eine wunderschöne Frau geht, die man(n) unbedingt halten will und für die kein Risiko zu groß ist?

Der Counselor, zurückhaltend und gerade deshalb hervorragend dargestellt von Michael Fassbender, ist so ein Anwalt, der alle Skrupel überwindet und sich auf den für ihn unüberschaubaren Drogendeal einlässt, weil die schöne Penelope Cruz, die im Film natürlich anders heißt, ihm den Kopf verdreht hat. Starregisseur Ridley Scott (“No Country For Old Men”, “Blade Runner”, “Alien”) hat gleich ein ganzes Arsenal von schauspielerischen Highscorern aufgeboten, um seinem Film “The Counselor” Leben einzuhauchen, und im Gegensatz zu vielen Kritikern, die das Werk mehr oder weniger zerrissen haben , hat mich der Film durchaus gut unterhalten. Gewiss, die gute Penelope kommt eher bieder und jedenfalls bei weitem nicht so verrucht daher, wie wir sie aus anderen Filmen kennen, aber sie kann´s halt auch soft und betört gerade damit den namenlosen Counselor, mit dem sie sich gleich zu Beginn des Films sehr anschaulich unter der Bettdecke räkelt und zart verwöhnen lässt ...

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