Darf ich jetzt auch kein YouTube mehr gucken?

Simone Winkler ist Fachanwältin für IT-Recht

Diese Frage bekam ich gestellt, als ich dem Mandanten erklärte, worum es in der Abmahnung ging, die er heute erhalten hatte. Diese Frage ist nicht nur für alle Nutzer von Streaming Portalen interessant, sondern insbesondere auch für uns Juristen. Denn es ist zumindestens höchst umstritten, ob beim sogenannten Streaming überhaupt Urheberrechtsverletzungen vorliegen. Denn wenn dem so wäre, hätte das weitreichende Folgen für uns alle. Denn wer bitte, schaut sich denn nicht ab und zu auf YouTube um? Und auch dort sind nicht alle Medien mit Zustimmung der Rechteinhaber eingestellt.

Streaming ermöglicht uns, Musik, aber auch Videos anzusehen, welche sich auf den Servern Dritter befinden. Da Videos eine nicht unerhebliche Datenmenge aufweisen wird – je nach Browsereinstellung – entweder zunächst das ganze Video oder aber nur eine zum Ansehen ausrechende Menge an Daten im Cache des Rechners des Betrachters zwischengespeichert. Während man das Video ansieht, wird im Hintergrund weiter geladen und dann nach und nach das Video abgespielt. Nun stellen sich die Kollegen auf den Standpunkt, dass das Zwischenspeichern der kleinen Filmschnipsel auf dem Rechner des Betrachters gegen § 16 UrhG verstößt, weil das Werk dabei vervielfältigt werde ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK