Nachforderung an VG Wort: Achtung Verjährung

Zwar ist das Urteil des OLG München vom 17. Oktober 2013 gegen die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) noch nicht rechtskräftig, aber es bedeutet für viele Urheber, dass sie für ihre Werke noch einen Nachschlag von der VG Wort verlangen können. Der Bundesgerichtshof, der jetzt über die Revision der VG Wort zu entscheiden hat, wird die Entscheidung des OLG München voraussichtlich nicht aufheben. Die VG Wort hat in ihrem Newsletter für Dezember 2013 mitgeteilt, dass sie nicht generell bis zum Abschluss des Revisionsverfahrens auf die Einrede der Verjährung verzichten will. Also sollte jeder Autor, egal ob von wissenschaftlichen oder anderen Texten, seine Ansprüche auf angemessene Beteiligung an der Urheberrechtsabgabe vor Ablauf des 31.12.2013, 24:00 Uhr gerichtlich geltend machen.

Höhe der Nachforderung Soweit man davon ausgehen kann, dass die VG Wort bislang nur 50 Prozent der aus der Urheberrechts-Abgabe eingenommenen Geldern an die Urheber ausgeschüttet hat und die andere Hälfte an die Verlage und Verleger, kann jeder Autor den für das Jahr 2009 in 2010 von der VG Wort ausgezahlten Betrag voraussichtlich noch einmal in gleicher Höhe gerichtlich geltend machen.

Form der Mahnung

Am einfachsten und wohl auch schnellsten geht dies im Wege des gerichtlichen Mahnverfahrens. Das für den Wohnsitz des Autors (Urhebers) zentrale Mahngericht ist dafür örtlich zuständig. Das Mahnverfahren ist seit dem 11.6.2010 automatisiert worden. Das heißt, beispielsweise für NRW gibt es nur zwei zentrale Mahngerichte, nämlich das Amtsgericht Hagen und das Amtsgericht Euskirchen. Das Online-Mahnverfahren steht jedem zur Verfügung unter der Internetadresse/URL: https://www.online-mahnantrag.de/omahn/Mahnantrag ...

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