Ein zerfallenes Baudenkmal

Hat der Eigentümer eines Baudenkmals es über Jahre unterlassen bzw. vernachlässigt, das Denkmal im Rahmen des Zumutbaren instandzuhalten, kann er sich nicht darauf berufen, dass das Gebäude wegen des schlechten Zustands die Denkmaleigenschaft verloren hätte oder die Maßnahmen nicht zumutbar seien, wenn genügend historische Bausubstanz vorhanden ist, so dass die Instandsetzung jedenfalls technisch möglich ist.

So das Verwaltungsgericht Berlin in dem hier vorliegende Fall zweier Baudenkmäler, für die das Bezirksamt gegenüber der Eigentümerin die Durchführung von Schutzmaßnahmen anordnete. Das Verwaltungsgericht Berlin hat in einem Eilverfahren entschieden, dass die Eigentümerin die Gebäude vor weiterem Verfall schützen muss und hat damit die Entscheidung des Bezirksamts bestätigt. Bei den Gebäuden handelt sich um das 1897-98 errichtete Gesellschaftshaus Grünau und des um 1890 gebauten ehemaligen Hotel-Restaurants Riviera; beide Gebäude stammen vom Architekten Otto Gerth. Die Eigentümerin plant deren Abriss und die Neubebauung des Grundstücks. Wegen des schlechten Erhaltungszustands der vorhandenen Gebäude ordnete das Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin die Durchführung von Schutzmaßnahmen an, u.a ...

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