Ein Gespenst geht um: Die Streaming-Abmahnung

Die Streaming-Abmahnung.

Im Internet häufen sich in den letzten Tagen die Berichte über Abmahnungen wegen Streamings. Auch uns haben erste Fälle erreicht.

Die Fakten:

Die Kanzlei U+C aus Hamburg mahnt im Namen der schweizerischen „The Archive AG“ Nutzer mit einem Internetanschluss der Telekom für das angebliche Abrufen von „erotischen“ Filmwerken auf der Internetplattform „Redtube.com“ im August dieses Jahres ab. Hochrechnungen deuten auf einige tausend versandte Abmahnschreiben hin.

Einige Ungereimtheiten

Dabei ist zunächst auffällig, dass die in den Abmahnungen angegebenen Links regelmäßig nicht zu den abgemahnten Videos führen.

Völlig unklar ist darüber hinaus, wie das behauptete Abrufen der Streams protokolliert wurde, also insbesondere die Frage, wie die IP-Adressen der Abgemahnten ermittelt wurden. Es gibt zwar diverse Erklärungsansätze, wie das technisch umsetzbar wäre, bislang handelt es sich dabei aber nur um Spekulationen, an denen wir uns nicht beteiligen wollen.

Klar ist aber, dass den ermittelten IP-Adressen mit Hilfe eines vom LG Köln gewährten Auskunftsersuchens nach § 101 UrhG durch den Provider (der Telekom) der Inhaber des Internetanschlusses zugeordnet wurde.

Leider liegt uns noch keine Aktenauszug aus einem solchen Auskunftsverfahren vor. Nach ersten Berichten geben aber auch die Auskunftsbeschlüsse bisher keine Antwort auf die oben aufgeworfenen Fragen ...

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