Diskriminierung von Männern, wenn “Frauen bevorzugt werden”?

Immer wieder liest man in Stellenanzeigen, in denen Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt werden. Im Hinblick auf das AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) muss die Frage erlaubt sein, ob so nicht klar die männlichen Bewerber benachteiligt werden.

Das LAG Düsseldorf meint dazu allerdings, dass ein Hinweis in Stellenanzeigen, dass Bewerbungen von Frauen besonders willkommen seien, nicht unbedingt eine Benachteiligung männlicher Bewerber ist. (Urteil vom 12. November 2008, AZ: 12 Sa 1102/08) Voraussetzung ist allerdings, dass in der für die Stelle maßgeblichen Vergleichsgruppe Frauen unterrepräsentiert sind. Der Fall: Ein Mann bewarb sich auf eine Stelle als „Diplom-Sportlehrer/in“. Die Anzeige enthielt den Satz, dass „ein besonderes Interesse an der Bewerbung von Frauen bestehe“. Nachdem er mit seiner Bewerbung gescheitert war und eine Frau die Stelle bekommen hatte, klagte der Bewerber auf Schadensersatz in der Höhe von 24 Monatsgehältern. Der abgewiesene Bewerber berief sich auf das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG), bekannt als Antidiskriminierungsgesetz: Der Text der Ausschreibung lasse seine Benachteiligung wegen des Geschlechts vermuten. Wäre es nur nach der Qualifikation gegangen, hätte er die Stelle erhalten müssen ...

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